3. März 2007

Besonderheiten

Orchester
Um seinen musikalischen Horizont erweitern zu können, wird in dieser Schule das Teilnehmen an Orchester- und Chorunterricht angeboten. Im Unterstufenorchester werden kleinere Stücke von Schülern der Klassen 6 bis 8 eingeübt, die dann bei Monatsfeiern und Schulkonzerten präsentiert werden.
Das Oberstufenorchester beinhaltet das Erlernen von bekannten anspruchsvollen Werken der großen Meister, die von Schülern der Klassen 9 bis 12 eingeprobt werden.
Der Chor bietet eine beliebte Alternative für Schüler der Klassen 9 bis 12, die ihr Musikinteresse außerhalb des Orchesters erweitern möchten.

Klassenspiele

Facharbeit (bisher: Jahresarbeit) im Rahmen des Waldorfabschlusses

Die Schüler arbeiten ein Jahr lang (daher früher auch der Name Jahresarbeit, bei uns nun Facharbeit genannt) an einem Thema und liefern darüber eine Dokumentation ab. Hier wird im Grunde genommen schon die Systematik einer Facharbeit eines Studenten an der UNI geprobt. Die Jugendlichen präsentieren ihre Arbeiten abschließend in einer Ausstellung und halten ihre Vorträge vor öffentlichem Publikum. Wenn man bedenkt, dass der Vortrag auch schon eine Prüfungssituation ist, denn neben der schriftlichen Arbeit wird auch der Vortrag benotet, ist dies schon eine große Herausforderung für die jungen Menschen.

Werken
Im Handarbeits-, Gartenbau- und Werkunterricht lernen die Kinder, mit den verschiedensten Materialien umzugehen. Jedes Material hat spezifische Eigenschaften und verlangt eine eigene Behandlungsweise.
Die Erfahrungen, die dabei gemacht werden, helfen den Kindern, sich auf unterschiedliche Situationen einzustellen und eine angemessene Handlungsweise zu entwickeln.Gartenbau
Im Gartenbauunterricht lernen die Schüler sowohl mit Pflanzen als auch mit Tieren verantwortungsvoll umzugehen. Sie lernen den Boden zu bearbeiten und naturgerechten Umgang zu praktizieren. In der Winterzeit binden die Schüler sogar Weihnachtskränze, die auf dem alljährlichen Basar ausgestellt und verkauft werden.

Praktika
Ein Praktikum bedeutet für den Schüler Lebenskunde im buchstäblichen Sinne. Lebenskunde im engeren Sinne beginnt erstmals um das neunte Lebensjahr herum mit den Sachkunde -Epochen; die Kinder erfahren tätig von der Arbeit des Bauern, sie pflügen, säen, dreschen; später wird Brot gebacken und in der “Hausbau-Epoche” wird auch praktisch gebaut. Einen kräftigen Akzent erfährt das lebenskundliche Prinzip des gesamten Unterrichts mit den Praktika in der Oberstufe. Sie führen über Entdeckungen außerhalb des Schulraums zu neuen und besseren Vorstellungen über die Wirklichkeit außerhalb der Schule: das Landwirtschaftspraktikum in der neunten Klasse, das Feldmesspraktikum in der zehnten Klasse und das Industrie- oder Sozialpraktikum in der elften Klasse. Hier wird nicht nur beobachtend gelernt, sondern mitgearbeitet, und die Arbeit hat ihren Zweck nicht in sich selbst, sondern in dem Nutzen, den sie anderen Menschen bringt – so bescheiden er auch wegen der Kürze der Zeit, die für Praktika zur Verfügung steht, sein mag.

Feldmesspraktikum
Das Landvermessungspraktikum findet in der 10. Klasse statt und dauert ca. zwei Wochen. Dort lernen die Schüler mit Kompass und Theodolit zu vermessen. Die Messergebnisse werden bei der Erstellung von Karten genutzt. Die Grundlagen des Vermessens werden in der Mathematik erarbeitet.
Das Landvermessungspraktikum soll den Schülern vermitteln, dass Mathematik nicht nur auf dem Papier existiert, sondern auch in Natur und Praxis.

Landwirtschaftspraktikum

Sozial- und Industriepraktikum

Künstlerischer Abschluss

Eurythmie
Theaterspiel, Eurythmie oder gemeinsames Musizieren entwickeln die Individualität in der Gemeinschaft und stellen ein bedeutsames Erfahrungsfeld sozialen Lernens dar. Dabei wird der Beitrag des Einzelnen zum unverzichtbaren Bestandteil des Ganzen. Unterschiedliche Begabungsstufen, vielfältige Neigungen und Intentionen müssen aufeinander abgestimmt und miteinander verbunden werden. So lernen die Schüler, ihre Individualität in der Gemeinschaft zu entwickeln. Außerdem schulen die Kinder im Eurythmieunterricht ihre rhythmischen und räumlichen Empfindungen.