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Frohe Pfingsten!

Liebe Schulgemeinschaft,
 

Paul Gerhardt, der große protestantische Liederdichter, starb vor 350 Jahren am 27. Mai 1676 in Lübben im Spreewald. Nach dem Studium der Theologie in Wittenberg war er Pfarrer in Mittenwalde und Berlin. Viele seiner Lieder werden bis heute gesungen, besonders dieses:

Geh aus, mein Herz, und suche Freud
in dieser lieben Sommerzeit
an deines Gottes Gaben;
schau an der schönen Gärten Zier
und siehe, wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben …“

In 15 Strophen preist es Gottes Schöpfung in ihrer Schönheit, Vielfalt und Fruchtbarkeit – eine echte Herausforderung fürs früher oft verlangte Auswendiglernen…

Paul Gerhardt dichtete seine Lieder in einer herausfordernden Zeit. Eine jahrelange Pest-Epidemie und der Dreißigjährige Krieg verlangten den Menschen viel ab: Tod und Sterben, Verwüstungen und Plünderungen, Flucht und Vertreibung. Gerhardts Lieder halten dagegen. Sie sind gesungene Theologie, geprägt von Vertrauen, Hoffnung und Glaubensgewissheit. Seine Lieder hätten Heilkraft, schrieb einer seiner Zeitgenossen. Sie können auch heute Erfrischung, Kraft und Trost in Zeiten der Krise vermitteln – um nicht nachzulassen im Engagement für unsere Welt.

Dazu stärke uns auch das anstehende Pfingstfest. 

Frohe Pfingsten!

Liebe Grüße 
Michael Albe-Nolting