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In memoriam Axel Föller-Mancini

Weil einige aus der Schulgemeinschaft ihn über die Alanus Hochschule kannten: Wir erhielten die traurige Nachricht, dass Prof. Dr. Axel Föller-Mancini am Samstag nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist. Im Anhang findet sich ein Nachruf des Fachbereiches Bildungswissenschaft sowie der Hinweis auf die Trauerfeier an der Alanus Hochschule.

 

Axel Föller-Mancini 25. September 1956 – 22. August 2026 

Wir nehmen Abschied von unserem lieben Kollegen. 

Prof. Dr. Axel Föller-Mancini ist am 22. August 2026 nach einer kurzen schweren Krankheit verstorben. Er wurde 2014 in der Nachfolge von Charlotte Heinritz zunächst als Juniorprofessor und 2018 als Professor für qualitative Methoden der Bildungsforschung im Fachbereich Bildungswissenschaft an der Alanus Hochschule berufen. Nach einer Ausbildung als Waldorflehrer am Institut für Waldorfpädagogik in Witten-Annen (1978-1982) war er 24 Jahre Lehrer an der Klinikschule des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke mit den Fächern Deutsch, Pädagogik und Philosophie. Er hat 2007 am Rudolf Steiner University College in Oslo einen Masterabschluss in Educational Action Research erworben und wurde dann 2011 an der Norwegian University of Life Sciences in Oslo mit einer Arbeit zum Thema „Fallrekonstruktives Verstehen schulbiografischer Krisen“ promoviert. Von 2010-2014 war er assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Witten-Herdecke. An der Alanus Hochschule leitete Axel Föller-Mancini den Masterstudiengang Pädagogische Praxisforschung. Er begleitete Doktorarbeiten, war international bekannt als verantwortlicher Redakteur des online-Journals RoSE (Research on Steiner Education) und hat zuletzt mit viel Einsatz einen Zertifikatskurs zur Lehrer:innenbildung im lateinamerikanischen Raum in Argentinien geleitet. 

Axel Föller-Mancini hat ein ausgewiesenes akademisches Profil, besonders hervorzuheben sind seine Forschungen zu einem Entwicklungsphänomen der mittleren Kindheit, welches in Waldorfkreisen als „Rubikon“ bezeichnet wird. Sein forscherisches Anliegen war aber nie rein akademisch motiviert, es war getragen von seiner langjährigen Erfahrung als Lehrer und hatte daher immer ein starkes pädagogisches Gewicht. Er hat in frühen Jahren den Philosophen und Anthroposophen Herbert Witzenmann kennengelernt und seitdem zusammen mit langjährig verbundenen Kollegen das Ziel verfolgt, die Anthroposophie und Waldorfpädagogik in einen wissenschaftlichen Kontext zu stellen. Dafür hat er an der Alanus Hochschule einen Wirkensort gefunden. Mit dem Methodenrepertoire der qualitativen Bildungsforschung konnte er wichtige Beiträge für die wissenschaftliche Vertiefung der Waldorfpädagogik leisten. 

Wir verlieren mit Axel Föller-Mancini einen liebenswerten, freundlichen Kollegen und Freund. Seine ruhige besonnene Art war überaus einnehmend und half viele Wogen im Alltag eines akademischen Betriebs zu glätten. Er konnte zuhören und ermuntern. Hiervon profitierten wir als Kollegium und insbesondere die Studierenden, die schnell Vertrauen fassten und von ihm Rat, Mut und Zuversicht für ihre eigenen Forschungsarbeiten empfingen, seien es Modul-, Master- oder Doktorabschlüsse. Er begleitete sie durch manche Krisen ihres Arbeitsprozesses und gab ihnen das methodische Rüstzeug zur Bewältigung ihrer Projekte. Die ehemaligen und jetzigen Studierenden, die Kolleginnen und Kollegen sowie die dem Fachbereich Bildungswissenschaft und der Alanus Hochschule verbundenen Menschen gedenken seiner in Trauer und Dankbarkeit.

 Für den Fachbereich Bildungswissenschaft an der Alanus Hochschule Prof. Dr. Stefanie Greubel und Prof. Dr. Jost Schieren

 Am Mittwoch, 9. September 2026 um 19h findet im Foyer der Alanus Hochschule (Campus 2, Villestr. 3, 53347 Alfter) eine Gedenkfeier für Axel Föller-Mancini statt. Kolleginnen und Kollegen, Studierende, Freunde und Familie sind herzlich eingeladen. Im Fachbereich Bildungswissenschaft auf der 2. Etage des Campus 2 liegt ein Kondolenzbuch.