Dieser Jahresbericht wird auch im Berichtsheft mit allen Bilanzen der beiden Vereine erscheinen, das am kommenden Mittwoch, 14. Oktober zu den Mitgliederversammlungen ausgegeben wird.
Das Schuljahr 2024/25 gab den verschiedenen Gremien der Schule zum Ende hin einige Aufgaben mit auf den Weg, die teilweise vor den Sommerferien noch alle gelöst werden mussten.
Durch das Ausscheiden von Anabell Dreber als Personalvorständin und Alexandra Born als Vorständin Pädagogik musste der Aufsichtsrat des Trägervereins eine tragfähige, praktikable und zukunftsorientierte Lösung finden. Dieser entschied sich, die Vorstandsstelle Personal auszuschreiben und neu zu besetzen. Es gelang, mit Deniz Uetkue zum 1. August 2025 unsere neue Personalvorständin an Bord zu holen.
Die vakante Stelle des pädagogischen Vorstandes schrieb der Aufsichtsrat bewusst nicht neu aus, sondern verordnete sich ein Moratorium. Zusammen mit dem Kollegium wurde ein Modell erarbeitet, die Aufgaben des pädagogischen Vorstandes auf mehrere Schultern zu verteilen. Es entstand der Pädagogische Rat, in den aus dem Kollegium Jenny Durau, Marina Schneider und Andreas Stollwerck delegiert wurden. Sie nahmen mit den Sommerferien ihre Arbeit auf.
Auch beim Neubau unseres Oberstufenhauses gab es vor den Ferien noch massive Änderungen. Statt wie ursprünglich geplant und beantragt, musste aus statischen Gründen die zweigeschossige Aufstockung auf der Turnhalle zu einer einstöckigen geändert werden und ein Konzept für einen Anbau neben der Turnhalle entstehen. Es gelang dem Baukreis in intensiver Zusammenarbeit mit dem Architekten Helmut Vitt und Finanzvorstand Stefan Hochstein, eine gute und finanzierbare Lösung zu finden, so dass mit den Sommerferien 2025 die Bauarbeiten über dem Eurythmiesaal West beginnen konnten. Diese wurden vom Förderverein als Bauherren begleitet.
Mit dem Schuljahresbeginn 2025/26 starteten nicht nur 30 neue Kinder in der ersten Klasse ihre Schulzeit bei uns, sondern wir durften auch neue Kolleginnen in unseren Reihen begrüßen. Emma Häbel (FSJ), Letitia Saada (Handarbeit), Lisa Maschlanka (Werken), Kirstin Gottwald (Klassenlehrerin), Lara Krause (Eurythmie) und Bettina Reuter (Theater, Fördern, Lebenskunde, Gemeinsames Lernen) erweiterten unser Kollegium.
Zudem kam mit Thomas Weiß ein erfahrener neuer Berufsberater an unsere Schule, der die gute Arbeit seiner Vorgängerin Sabine Sauerwald-Weber fortsetzte und ausbaute.
Neu war auch die Eröffnung der „Insel“, ein wichtiger pädagogischer Baustein, sind wir doch seit dem Schuljahr 2025/26 wieder eine Schule gemeinsamen Lernens.
Die Praktika der Oberstufenklassen im Landbau (Kl.9), im Feldmessen (Kl.10) und das Industrie-und Sozialpraktikum (Kl. 11) vor den Herbstferien 2025 sowie das Waldbaupraktikum der 7. Klasse im Frühjahr 2026 wurden erfolgreich absolviert. Das Kollegium fuhr am Freitag vor den Herbstferien zu einer dreitägigen Studien-Fahrt nach Otterlo in den Niederlanden und besuchte u.a. das Kröller-Müller Museum mit seiner weltberühmten Van-Gogh-Sammlung.
Der Förderverein setzte im Schuljahr seine regelmäßigen Aktionen rund um die Schule erfolgreich fort und kümmerte sich um den Schulgarten, den kleinen und auch den großen Schulhof. Diese Gartenaktionen sind inzwischen gut etabliert und werden von einigen Eltern sehr regelmäßig besucht. Zudem wurde begonnen, den Förderverein in den einzelnen Klassen vorzustellen. Die Gremien des Fördervereins erstellten eine Förderrichtlinie, um gezielt fördern zu können, setzten sich mit einem Amokkonzept auseinander und führten am Ende des Schuljahres ein Sommerfest als Pilotprojekt durch, was nun jährlich stattfinden soll. Zudem wurde eine Berufsmesse mitgeplant und Ende September 2026 erfolgreich durchgeführt.
Die Mitgliederversammlung der beiden Vereine wählte im Oktober neue Personen in die Verantwortung: Uta Spindler-Biel wurde in den Aufsichtsrat des Trägervereins gewählt,Laura Kastell, Marcão da Costa Zuzarte und Mathias Weberin den Aufsichtsrat des Fördervereins. Den ausgeschiedenen Aufsichtsräten Anna Menges im Trägerverein und Michael Heinz im Förderverein sei für ihre Arbeit noch einmal herzlich gedankt.
Der Adventsbasar hatte auch in diesem Jahr wieder etwas sehr Verbindendes und zeigte sich als ein Ort der Begegnung, gerade auch mit ehemaligen Lehrer:innen, Schüler:innen und Eltern. Wichtige gemeinsame Erfahrungen machten das Kollegium und alle Mitarbeitenden beim gemeinsamen Schulungstag zur Ersten Hilfe, Brandschutz und Arbeitsplatzsicherheit.
Eine Neuerung durfte die Schulgemeinschaft bei den Weihnachtsspielen erleben, wurde doch das Christgeburtsspiel diesmal von Schüler:innen der Klassen 10 und 11 erarbeitet und aufgeführt.
Im Januar 2026 wurden beim Neubau die beiden Appartements fertig, in eines der beiden zog mit Sven Jung einer unserer Hausmeister, sodass auch nachts eine Person im Gebäude anwesend und erreichbar ist. Der bisherige Sicherheitsdienst konnte damit entfallen.
Der Fortbildungstag zur Medienpädagogik schulte das Kollegium in verschiedenen Bereichen und gab auch Anstöße zur Veränderung bei der Präsentation der Praktika. Vielseitige und interessante Vorträge und Ausstellungsstücke durfte die Schulgemeinschaft bei der Vorstellung der 12-Klass-Arbeiten wahrnehmen Der Waldorfabschluss setzte sich dann fort beim sehr gelungenen künstlerischen Abschluss vor den Osterferien.
Erfolgreiche Teilnahmen gab es in diesem Jahr bei außerschulischen Wettbewerben: Beim Nudelkran-Wettbewerb der Uni Siegen erreichten unsere Schüler:innen den 2. und 6. Platz, die neu gegründete Theater AG erhielt ein schönes Fördergeld beim Sparkassenwettbewerb „Gut für Schulen“ und auch beim Schülerlauf am Ende des Schuljahres schnitten unsere Schüler in vielen Wettbewerbskategorien erfolgreich ab, konnten sogar teilweise ihre Titel verteidigen.
Die Universität Siegen besuchte unsere 6. und 7. Klasse mit Mint on Tour. Für eine Betriebsbesichtigung wurde der Kontakt zur Isabellenhütte in Dillenburg wieder aufgenommen, was den Oberstufenschüler:innen einen sehr interessanten Einblick in die Metallverarbeitung vom Schmelzen der Legierungen bis hin zur Fertigung von elektronischen Bauteilen ermöglichte. Die Klasse 9 suchte die Orte der Edelweißpiraten in Köln auf und schloss die Beschäftigung mit der Weimarer Republik, der NS- Zeit und dem Holocaust mit einem viertägigen Besuch der Stadt Weimar und des KZs Buchenwald zum Ende des Schuljahres ab.
Drei Theaterstücke durfte die Schulgemeinschaft in diesem Schuljahr genießen: „Das fliegende Klassenzimmer“ von Erich Kästner war das Achtklassstück. An dem düsteren Krimiklassiker „And then there were none“ von Agatha Christi erbrachte die 12. Klasse eine Glanzleistung. Und die Theater–AG zeigte das politische Stück „Wie lange wollen wir noch träumen?“
Abschied nehmen musste die Schulgemeinschaft Ende April von unserer ehemaligen Kollegin und Handarbeitslehrerin Gesine Mager.
Die Klassenfahrten führten die Klassen an die Bigge (Klasse 5), nach Paris (Klasse 11 und 13), Weimar (Klasse 9), Willingen (Klasse 6) sowie Texel (Klasse 8).
8 Schüler:innen legten erfolgreich ihre Abiturprüfungen ab, auch die ZP–Prüfungen der 11. Klasse wurde erfolgreich bestritten.
Die traditionelle Orchesterfahrt nach Beienbach und das Abschlusskonzert rundeten ein besonderes Schuljahr ab, in dem viele strukturelle, bauliche und personelle Weichen für die erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Schule gelegt wurden. Diesen Weg gilt es nun in den folgenden Jahren von allen Beteiligten weiterzuverfolgen – die Voraussetzungen dafür sind sehr gut.
Michael Albe-Nolting (Trägerverein) - Andreas Stollwerck (Pädagogischer Rat) - Helen Adams (Förderverein)